Gliederung
1. Vorwort
2. Rahmenbedingungen der Kindertagespflege
3. Beschreibung der Gruppe und Betreuungszeiten
4. Pädagogische Inhalte und Ziele der Arbeit
5. Ernährung & Gesundheit
6. Schlafen
7. Sauberkeitserziehung & Körperhygiene
8. Eingewöhnungsphase
9. Zusammenarbeit mit den Eltern
10. Abschließende Worte
1. Vorwort
Es gibt sehr viele unterschiedliche Gründe, warum Eltern, alleinerziehende Mütter, aber auch alleinerziehende Väter einen Tagesvater in Anspruch nehmen wollen oder auch müssen.
Mein Angebot zur Kindertagespflege richtet sich an alle, die in meiner Arbeit als Tagespapa eine sinnvolle und notwendige Ergänzung für die Entwicklung ihres Kindes sehen.
Als sehr wichtig erachte ich dabei die Schaffung einer positiven ruhigen Atmosphäre, Geborgenheit, Wohlgefühl und Sicherheit für das Kind, die individuelle Förderung von Fähigkeiten des Kindes, aber
auch die Unterstützung einer ungestörten Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes.
Die ersten 3 Lebensjahre sind eine sensible Phase. In dieser Zeit entsteht die Basis für das ganze Leben, deshalb versuche ich, die Kinder optimal, mit viel Liebe, Wärme, Geist und Motorik fördernd
zu betreuen.
„Das Lachen eines Kindes ist der schönste Lohn“
2. Rahmenbedingungen der Kindertagespflege
Meine Tagespflegestelle befindet sich in einer separaten, für die Kinder geeigneten Wohnung mit einer Größe von ca. 60 qm. Diese ist kindgerecht eingerichtet. Dabei habe ich großen Wert auf
freundlich farblich aber dezent eingerichtete und nicht überladene Zimmer gelegt.
Die Wohnung befindet sich im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Somit ist der Zugang für Eltern und Kinder erleichtert und stellt kein zusätzliches Hindernis dar. Somit sind auch unbeschwerte
Spaziergänge mit den Kindern garantiert.
Die Wohnung verfügt natürlich über eine für Kinder geeignete eingerichtete Küche sowie ein gefliestes Bad. In der Küche wird auf zusätzliche Sicherheit geachtet wie Herdschutz und Türgitter,
damit die Kinder diese nicht unbeaufsichtigt betreten können. Das Bad ist mit kindgerechten Einrichtungsgegenständen wie Töpfchen, Toilettensitz, Tritterhöhungen, altergerechten
Zahnhygieneartikeln und entsprechende Handtuchhaltern etc. ausgestattet. Hier befindet sich auch der Wickelbereich und die Aufbewahrung der Wechselkleidung. Auch hier habe ich auf eine
kindgerechte freundliche Farb- und Dekogestaltung geachtet. Die sich auch in den anderen Räumen wiederspiegelt.
Im Flur gibt es neben den kindgerechten Kleiderhaken mit passenden Ablagen auch Sitzmöglichkeiten, um den Kindern das An- und Ausziehen zu erleichtern.
Der Aufenthalts und Gruppenraum ist ebenfalls kindgerecht farblich einladend und der größte der Wohnung. Der Raum verfügt neben dem Gruppentisch und Stühlen auch über Regale, Spielzeugkisten und
Spielzeug verschiedener Art. Das Bällebad, der Krabbeltunnel und vieles anderes Spielzeug, werden nicht nur die Motorik fördern, sondern auch die Fantasie.
Für die ruhigen Phasen der Kinder habe ich eine Kuschelecke eingerichtet, die aus einem weichen Polster, Decken und vielen Kissen besteht. Sie wurde von oben her mit Dekostoffen
begrenzt. Sie soll den Kindern die Möglichkeit zum Kuscheln, Ausruhen und Entspannen geben.
Der Schlafraum und Ruhebereich biete ausreichend Platz für 5 Schlafmöglichkeiten in Form von Kinderbetten und Reisebetten und ist farblich ruhig und zu träumen einladend gestaltet. Neben
Verdunklungsmöglichkeiten und gedämpften Lichtquellen gibt es auch eine Musikquelle für beruhigende Musik.
3. Beschreibung der Gruppe und Betreuungszeiten
Die Gruppe besteht aus 5 Kindern im Alter 0-3 Jahren.
Derzeit betreuue ich 2 Kinder im Alter von 2 Jahren, 2 Kinder im Alter von 18 Monaten und ein Kind im Alter von 10 Monaten.
Grundsätzlich ist die Betreuung bei mir für die Altergruppe der null bis dreijährigen Kinder vorgesehen.
Die Betreuungszeit liegt an Wochentagen (Montag - Freitag) zwischen 07:00 bis 17:00. Samstag ist eine Betreuung in Einzelfällen nach vorheriger Absprache ebenfalls möglich.
Sonntags findet, außer in dringenden Notfällen, grundsätzliche keine Betreuung statt.
Termin meiner betreuungsfreien Urlaubszeiten, gebe ich bis zum
31. Januar des laufenden Jahres bekannt.
Bei Verhinderung / Krankheit übernimmt die Betreuung meine Vertretung.
4. Pädagogische Inhalte und Ziele der Arbeit
Erstes und wichtigstes Ziel meiner Arbeit mit den Kindern ist es, dass sie sich bei mir erwünscht, sicher und geborgen fühlen.
Die Unterstützung bei der Entwicklung der Persönlichkeit, der Fähigkeiten, sowie die Interessen des Kindes ist für mich in meiner Arbeit von großer Bedeutung. Dabei achte ich besonders auf folgende
Schwerpunkte:
* respektvoller Umgang mit den Kindern,
* Tagesvater hat Vorbildfunktion,
* individuelle Bedürfnisse des Kindes erkennen und darauf eingehen,
* intellektuelle Fähigkeiten des Kindes erkennen und individuell fördern,
* Entwicklung von sozialen Kompetenzen des Kindes innerhalb des Gruppenprozesses
fördern,
* Unterstützung bei der Entwicklung sozialer Bindungen, wie beispielsweise Freundschaften,
* Interesse für die Entdeckung der natur wecken und pflegen,
* Spiel, Spaß und Freude während des Aufenthaltes bei mir.
Entwicklungsbedingungen und -möglichkeiten des einzelnen Kindes
Für mich ist es sehr wichtig, dass jedes Kind die Möglichkeit erhält sich mit anderen Kindern zu beschäftigen und dadurch lernt, soziale Kontakte zu knüpfen, Entwicklungsfortschritte des anderen zu
reflektieren. Auch lernt es zu teilen, andere zu respektieren, hilfsbereit zu sein, andere zu schätzen, aber auch Emotionen auszuleben. Diese Entwicklungen im Kleinkindalter sind für das spätere
Leben und das Bindungsverhalten sehr wichtig.
Mein Blick richtet sich besonders auf die Wertschätzung der kleinen Dinge im Leben, sie sollen nicht nur sich selbst lieben lernen und auf materielle Dinge achten, sondern auch lernen sich an
Natur, anderen Menschen und der Umgebung zu erfreuen. Meiner Meinung nach sind Kinder heute immer häufiger einer Reizüberflutung durch zu viel und zu lautet Spielzeug ausgesetzt. Daher lege ich sehr
viel Wert, dass das Kind durch spielen Fähigkeiten entwickelt und auch die Möglichkeit hat seine Umwelt, die Umgebung und die Menschen wahrzunehmen um dadurch sein eigenes ICH zu entwickeln. Ohne die
Sicht nur auf materielle Werte.
Freiräume und Regeln
Die Kinder sollen bei mir aber auch gewisse Regeln und Grenzen lernen zu beachten und zu befolgen. Unter anderem ein fester Tagesablauf, feste Mahlzeiten sowie das Verhalten am Tisch und der Umgang
mit Alltagsgegenständen, die kein Spielzeug sind. Auch beziehe ich die Kinder in vielen Fragen in die Entscheidungen mit ein. Ich biete den Kindern aber auch viele Freiräume. Sie selbst können das
Spielzeug und auch Ihre Ruhepausen selbst wählen.
Erfahrungs- und Fördermöglichkeiten
Kinder sammeln ständig neue Erfahrungen. Diese werden unter anderem drinnen im Spiel oder bei kreativen Bastelarbeiten gemacht, indem sie bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten im motorischen
und sensorischen Bereich lernen zu entwickeln. Aber auch bei Spaziergängen und Ausflügen mit der Gruppe. So kann man die Natur entdecken und Naturmaterialien für spätere Bastelarbeiten sammeln, die
Stadt besichtigen oder den Zoo besuchen. Die Kinder können auch so andere Menschen und das Verhalten im Verkehr kennen lernen. Ein ausgewogenes Maß an Spiel, Bewegung und Ruhe ist wichtig.
Das Spiel
Spielzeug ist viel mehr als nur ein Zeitvertreib für Kinder. Denn spielen ist für die motorische und sensorische Entwicklung des Kleinkindes sehr wichtig. So lernt es wichtige Fähig- und
Fertigkeiten, Geschicklichkeit aber auch Geduld im Umgang mit altersgerechten Spielzeug. Im Kontakt unter Kindern beim spielen lernen Kinder aus Erfahrungen im Umgang mit anderen, sich
untereinander zu arrangieren aber auch soziale Kontakte zu knüpfen und emotionale Bindungen zu erfahren.
Sprachliche und kreative Entwicklung & Förderung
Kinder lernen hier oft durch sehen und verstehen, dabei ist das Alter und die individuelle Entwicklung entscheidend. Den größten Teil erlernen die Kinder jedoch von der Sprache der Erwachsenen, aber
auch von anderen Kindern. Ständiges Sprechen, Bücher und auch Musik können dies fördern. Ich achte sehr darauf mit den Kindern zu sprechen, Fragen zu stellen und zu beantworten, aber auch Dinge zu
benennen und benennen zu lassen. Musik, Vorlesen und Bewegung fördern dieses weiter. Ich möchte meine Kinder auch altersentsprechend anregen zu Basteln, um Ihre eigene Kreativität zu entwickeln oder
zu entdecken.
Bewegung
In meiner Einrichtung haben die Kinder die Möglichkeit sich in allen Räumen unter Aufsicht Frei zu bewegen. Sehr wichtig ist die Bewegung auch im Freien. Regelmäßige Ausflüge zu Spielplätzen und in
den Gruson Park aber auch in den angrenzenden Rote Horn Park bieten sich hier an.
5. Ernährung & Gesundheit
Gesundheit wird durch gesunde Ernährung, viel Bewegung und Hygiene gefördert. Besonders achte ich hier auch auf gesunde ausgewogene Ernährung. Ich koche nicht selbst, sondern beziehe das Essen
von einem Catering - Unternehmen aus Magdeburg. Wichtig für mich sind auch feste Mahlzeiten und täglich frisches Obst. Ich beachte natürlich dabei den Entwicklungsstand, Allergien und Abneigungen
gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln der Kinder.
Für die Mittagsmahlzeiten erhalten die Eltern ein Speiseplan für den jeweils kommenden Monat. Auswahl aus 2.Menü`s pro Tag.
Über den gesamten Tagesverlauf gibt es jederzeit verschiedene Getränke in Form von Mineralwasser, ungesüßtem Tee oder Fruchtschorlen ohne Zuckerzusatz.
Süßigkeiten werden nach individueller Absprache mit den Eltern auf jeden Fall jedoch nur in Maßen angeboten.
6. Schlafen
Die meisten Kinder schlafen während der Mittagsruhe von 12:00 - 14:00 Uhr. Viele Babys haben noch keine festen Zeiten, und schlafen daher nach Bedarf. Zusammen mit den Eltern wird festgelegt ob die
Kinder im Schlafzeug, Schlafsack oder Unterwäsche die Mittagsruhe verbringen. Wenn die Kinder alle im Bett liegen, spiele ich Schlaflieder und verlasse den Raum erst, wenn alle Kinder
schlafen.
7. Sauberkeitserziehung & Körperhygiene
Den Zeitpunkt für die Sauberkeitserziehung wird mit den Eltern abgestimmt.
Ich rate folgendes:
* im Sommer beginnen, da wenig Kleidung
* den Body gegen Unterhemd & Unterhose tauschen
* dem Kind eine Hose anziehen, damit es diese besser ausziehen kann
Die Kinder werden nach Bedarf gewickelt, jedoch immer nach dem Mittagessen und dem Schlafen. Die größeren Kinder dürfen sich nach dem Essen alleine den Mund und die Hände waschen. Auch leite ich Sie
dazu an nach der Töpfchenzeit, Malen etc. selbständig ihre Hände zu waschen.
Entsprechend dem Alter leite ich sie auch zum Zähneputzen nach dem Mittagessen an.
Windeln und Wechselwäsche sind durch die Eltern mitzubringen.
8. Eingewöhnungsphase
Die Eingewöhnungsphase prägt das gesamte Verhältnis von Tagesvater zum Kind und Tagesvater zu den Eltern. Daher ist es mir sehr wichtig das dass Kind langsam an die Betreuung herangeführt wird, um
den Trennungsschmerz zu überwinden und die Trennung zu akzeptieren und zu verarbeiten.
Der erste Tag spielt dabei eine entscheidende Rolle in dem die Eltern und das Kind die Tagespflegestelle kennen lernen. Ein vertrauter Gegenstand
(Lieblingsteddy) kann die Eingewöhnungszeit erleichtern.
Die Eingewöhnungszeit beträgt 3 bis 14 Tage.
3 Tage Grundphase
Die ersten 3 Tage stellen dabei die Grundphase dar. Die Mutter oder der Vater kommen mit dem Kind jeweils für 1 - 2 Stunden zum Tagesvater. Die Aufgabe der Eltern, ein “ sicherer Hafen” für das
Kind zu sein. Das Kind auf keinen fall drängen, sich von ihnen zu entfernen. Immer zu akzeptieren, wenn das Kind die Nähe der Eltern sucht. Das Kind sollte jederzeit das Gefühl haben, das die
Aufmerksamkeit der Mutter vorhanden ist.
4. Tag Trennungsversuch
Einige Minuten nach der Ankunft verabschiedet sich die Mutter / Vater vom Kind und verlässt den Raum, bleibt aber in der Tagespflegestelle.
Die Reaktionen des Kindes sind entscheidend für die Fortsetzung oder den Abbruch des Trennungsversuches.
Sollte sich das Kind bei diesem Trennungsversuch vom Tagesvater trösten lassen, ist der versuch geglückt. Falls sich das Kind nicht beruhigen lässt, bleibt die Mutter / der Vater beim Kind.
Stabilisierungsphase
Am 5. und 6. Tag wir die Trennungszeit ausgedehnt.
Einige Minuten nach der Ankunft verabschieden sich die Eltern und verlassen den Raum, bleiben aber noch in der Einrichtung, damit sie bei Bedarf zurückgeholt werden können.
Schlussphase
Ab dem 7. Tag verabschieden sich die Eltern und halten sich danach nicht mehr in der Einrichtung auf.
Die Eingewöhnungszeit ist damit beendet.
Bei Bedarf kann die Eingewöhnungszeit individuell verlängert und angepasst werden. Dies wird in Absprache mit den Eltern erfolgen.
9. Zusammenarbeit mit den Eltern
Das Vertrauen und die Zusammenarbeit zwischen den Eltern und dem Tagesvater sind gerade in der Kleinkindphase von größter Bedeutung.
Die erste Begegnung sollte mit beiden Elternteilen und dem Kind zusammen beim Tagesvater stattfinden. So können beide Seiten sich besser kennen lernen, Fragen stellen, ihre Ängste äußern, aber auch
die Räumlichkeiten und die Umgebung besichtigen. Die Eltern können so mehr über die Art der Betreuung, Abläufe, Ziele und die Förderung für Ihr Kind erfahren.
Bei Interesse der Eltern an einer Betreuung für Ihr Kind, können so erste Fragen zum Betreuungsvertrag und den Rahmenbedingungen geklärt werden.
Schweigepflicht in der Tagespflege ist eine wichtige Voraussetzung, damit gegenseitiges Verständnis und eine vertrauensvolle Beziehung zwischen der Tagesvater und den Eltern des Tageskindes aufgebaut
werden kann.
Auch führe ich regelmäßige Sprechstunden mit den Eltern durch um im ständigen Kontakt mit den Eltern zu sein. Auch sind gemeinsame Ausflüge und Feste geplant.
10. Abschließende Worte
Wenn Sie jetzt beim lesen meines Konzeptes neugierig geworden sind und eine zuverlässigen Tagespapa suchen, dann erreichen Sie mich auf verschiedenen Wegen.
Tagespapa Thomas
Thomas Eis
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